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Chamonix

 

Chamonix das erste Mal

 

Wir hatten die erste Nacht in einem B & B für 30 € die Nacht verbracht und an einem grossen Tisch mit unterschiedlichen Reisenden gefrühstückt. Das richtige Hotel hatten wir nicht auf Anhieb gefunden und da die ganze Alpenstadt völlig überlaufen war nahmen wir das B & B als Übergangslösung gerne an. Wenig Komfort aber viel Herz von einer Amerikanerin geführt war dies sehr durchaus eine gute Lösung. Die Stadt selber gleicht Davos in mancher Hinsicht: grosse Hotels viele Shops und eine Menge Restaurants, ausgerichtet auf einen hohen Durchsatz von Touristen. Bis zum Ende der französischen Schulferien ist mächtig was los und kaum ein Bett zu finden, dann der abrupte Wechsel zur Gelassenheit und manch ein Lokal schliesst seine Pforten, da der Jahresumsatz bereits erreicht worden ist. Ziemlich krass war das im Nachbardorf Argentière zu spüren, wo wir eines der beiden belegten Zimmer im Hotel Montana für uns beanspruchen durften aber man ganz klar sah, im Winter in der Hochsaison sind sie voll ausgebucht und jetzt versuchen sie noch möglichst etwas aus der Bude raus zu winden. Auch die Restaurants in Argentière waren eher erbärmlich. Als einzige Gäste in der Pizzeria und einmal besser etwas besetzt im „In-Schuppen“ von Argentière. Es empfiehlt sich eher in Chamonix zu übernachten, da hier auch die Verbindungen mit dem ÖV wesentlich besser sind und es einfach einige Möglichkeiten mehr gibt als in den kleineren benachbarten Dörfern. Bei unserem zweiten Besuch waren wir in einem etwas vornehmeren Hotel untergebracht mit feinem Essen und schönen alten Zimmern aber einer schlechten Anbindung an den ÖV und daher war an Ausgehen am Abend nicht zu denken.

Direkt zu den Bildern: 

Gletscher und Hochtouren in Chamonix

 

ein Jahr später die gemütlicherer Variante (2010) 

 

Wir können's nicht lassen (2015)

 

 

Chamonix 2009 Aiguille de midi


Wir sind vom mere de glace auf einem Höhenweg in Richtung Mittelstation zur Aiguille de midi gewandert. Es hat relativ viele Leute unterwegs vermutlich auch weil die Wanderung nicht so anstrengend ist. Die Fahrt mit der Gondel auf die Aguille de midi ist nicht ganz ohne – eine schier unendliche Distanz zwischen der Talstation und der Bergstation lässt das Seil der Bahn in der Auflösung verschwinden. Die Aussicht auf diesem Portal ist phänomenal, neben Gletschern wie so üblich in dieser Gegend sind vor allem die Felstürme beeindruckend. Einige erklimmen diese eigentümlichen Felsen und stehen dann mitten im Nichts.


Col de Brévant


Die allererste Wanderung in der Gegend von Chamonix. Wir hatten nicht so hohe Erwartungen an diese Gegend und sind mit der Bahnkarte die wir für 9 Tage gekauft hatten auf den Brévant hochgefahren. Für die meisten Touris endet die Reise hier indem sie den Blick auf den Mont Blanc geniessen und dann wieder mit der Bahn herunterfahren. Wir waren fast ganz alleine auf dieser Wanderung. Zu Beginn eher schlechtes Wetter aber es klarte immer mehr auf so dass wir sehr schöne Lichtspiele und eine immer bessere werdende Aussicht geniessen konnten. Der Abstieg ins Tal war dann allerdings schier endlos und am Schluss nur noch auf einer Strasse (vielleicht hatten wir den Wanderweg auch verpasst). Ein netter Förster hatte uns dann per Autostopp mitgenommen, wir waren sichtlich KO im Tal angelangt und froh mussten wir nicht alles runterlatschen.


Glacier Argentière


Eher eine kurze Wanderung und da keine Bahn hochfährt eben auch entsprechend wenig Leute anzutreffen. Der Gletscher ragte  damals noch über einen steilen Abgrund und war darum auch sehr wild anzusehen. Mir diesen vielen Spalten und Zacken ergab sich ein schöner Anblick. Der Aufstieg war zu Beginn eher bemühend da der Wanderweg einer Skipiste folgte aber die vielen Blumen und Schmetterlinge auf dem Weg waren eine gebührende Entschädigung.


Lac Blanc


Einer der bekannteren Wanderungen in der Gegend von Chamonix. Der See wir von vielen Touristen besucht, weil der Mont Blanc sich in dem Wasser so schön spiegelt und dann eben die schönen Ferienbilder entstehen. Die Aussicht auf der ganzen Wanderung in Richtung Süden ist sehr schön. Allerdings kann die Wanderung recht anstrengend sein, da viel auf und ab Gekraxel angesagt ist. Trittsicherheit und gute Schuhe sind Voraussetzung für diese Wanderung. Man braucht nicht von der Talsohle her auf und abzusteigen, auch hier helfen die Bahnen einen guten Tausender an Höhenmetern zu sparen.

Mere de glace


Der Start zu dieser Wanderung begann noch trocken aber mitten in der Pampa sind wir aus dem Bus gestiegen und fragten uns ob wir hier tatsächlich richtig sind? Zu Beginn viel Wald und kaum Sicht – ein Aufstieg der es in sich hatte. Franziska freute sich über die Himbeeren am Wegrand und kurz bevor wir die Hütte Roches des Mottets erreichten begann es so richtig zu regnen. Wir sind dann etwa 30 Minuten untergestanden bis wir eine vermeintliche Lücke der Regenschauer nutzten um weiter zu gehen. Kurz darauf wieder kräftiger Regen zum Glück war es nicht mehr weit bis nach Montevere. Oben angelangt klarte es eine wenig auf und die Wolken lichteten sich etwas. Wir waren etwas traurig, denn das Mere de glace  schien eine Schrumpfkur sondergleichen hinter sich gebracht zu haben. Eine Seilbahn führt jetzt von Motevere hinunter zum Gletscher wo einst der Gletscher bis zur Bergstation reichte. Rund 350 m Dicke hat das Eis eingebüsst – wir aber halten den Klimawandel für eine Nebensache teilweise sogar für ein Hirngespinst. Da das Wetter besser wurde sind wir von Montevere hinüber zur Bahn in Richtung Aguille de midi gewandert. Auf diesem Weg waren wirklich viele Wanderer unterwegs obwohl schon die sogenannte Nachsaison begonnen hatte.

 

Refugé  André

Für mich der schönste Gletscher im ganzen Tal!


Paradis

Diese Wanderung führt nahe an den Mont Blanc und beginnt mit einer Bahnfahrt. Kurz darauf sind ganze Horden von Steinböcken zu sehen.

Es sind viele Leute unterwegs und einige kommen uns auf wackeligen Beinen entgegen. Es sind eben doch ein paar Höhenmeter vom Gipfel bis zur Bahn und die Hütte hat zu wenig Platz.